Leben und Chronologie
Ibn al-Arabi wurde 1165 in Murcia geboren und starb 1240 in Damaskus. Seine Reisen und Schriften lassen sich historisch verknüpfen, doch unterscheiden sich autobiographische Angaben, ze…
Artikel lesenZusammenhängende deutschsprachige Einführungen zu Leben, Werken, Begriffen, Rezeption und Forschungsmethoden. Keine vollständigen Übersetzungen klassischer Werke.
Mehrsprachige Einführung ↗
Dieser Text ist eine redaktionelle Einführung, kein Zitat Ibn al-Arabis und keine wissenschaftlich geprüfte Übersetzung einer Quelle. Fachliche Endredaktion und Quellenprüfung werden empfohlen.
Ibn al-Arabi wurde 1165 in Murcia geboren und starb 1240 in Damaskus. Seine Reisen und Schriften lassen sich historisch verknüpfen, doch unterscheiden sich autobiographische Angaben, ze…
Artikel lesenMurcia und Sevilla markieren frühe Stationen seiner Bildung in al-Andalus. Koranwissenschaft, Recht und Literatur prägten den intellektuellen Horizont; eine einzelne spätere Lehre lässt…
Artikel lesenÜber Lehrer, Begegnungen und geistliche Übungen berichten verschiedene Quellen. Regelmäßiger Unterricht, eine einmalige Begegnung und spirituelles Vorbild sind unterschiedliche Beziehun…
Artikel lesenVers 1201 verließ Ibn al-Arabi den islamischen Westen zur Pilgerfahrt und reiste weiter in die östlichen Regionen. Orte helfen, Begegnungen und Textzirkulation zu verstehen; genaue Reis…
Artikel lesenMekka ist mit dem Titel und der Entstehung der Futuhat verbunden. Das umfangreiche Werk wurde jedoch nicht vollständig während eines einzigen Aufenthalts geschrieben; Konzeption, Nieder…
Artikel lesenNach Aufenthalten in Anatolien ließ sich Ibn al-Arabi 1223 in Damaskus nieder. Unterricht, Schriftproduktion und Beziehungen zu Qunawi sind für die Überlieferung wichtig; Komposition, a…
Artikel lesenDie Futuhat behandeln Koran, Hadith, Recht, Kosmologie und spirituelle Erfahrung. Einzelne Sätze sollten nicht von ihrem Kapitel getrennt und als endgültige Lehre ausgegeben werden; die…
Artikel lesenFusus al-Hikam gliedert seine Kapitel nach prophetischen Gestalten und Aspekten der Weisheit. Die umfangreiche Kommentartradition darf nicht mit dem Grundtext verwechselt werden; Überse…
Artikel lesenDie Dichtung Ibn al-Arabis, besonders der Tarjuman al-Ashwaq, verbindet Liebessprache und symbolische Deutung. Ein poetisches Bild kann mehrere Register besitzen und sollte nicht ungepr…
Artikel lesenNeben den Hauptwerken stehen zahlreiche kurze Traktate, teils in Sammelhandschriften. Zwei Katalogtitel bezeichnen nicht notwendig zwei eigenständige authentische Werke; Incipit, Textum…
Artikel lesenIbn al-Arabi wurden über Jahrhunderte Hunderte Titel zugeschrieben, doch nicht alle gelten als gesichert. Ein Name auf einer Handschrift genügt nicht; frühe Belege, Werklisten und Textv…
Artikel lesenEine Handschrift ist ein historischer Textzeuge, eine gedruckte Ausgabe das Ergebnis editorischer Entscheidungen. Für die Futuhat sind die Fassungen und Konya-Zeugen zentral; gleiche Se…
Artikel lesenTajalli beschreibt im akbarischen Denken verschiedene Weisen göttlicher Selbstoffenbarung. Der Begriff darf nicht auf eine schlichte Gleichsetzung von Gott und Welt reduziert werden; Ko…
Artikel lesenKhayal meint nicht bloß private Fantasie, sondern betrifft Bilder, Wahrnehmung und vermittelnde Wirklichkeit. Der moderne Ausdruck „imaginal“ ist eine Deutung, die nicht unbesehen dem m…
Artikel lesenBarzakh ist ein koranischer Begriff für Grenze oder Schranke; bei Ibn al-Arabi kann er zugleich Trennung und Verbindung bezeichnen. Zwischen Jenseitsbezug, Imagination und kosmologische…
Artikel lesenDie göttlichen Namen prägen Überlegungen zur Erkenntnis des Realen und zu Beziehungen in der Welt. Schriftgemäße Namen, spätere Systematisierungen und heutige Schaubilder dürfen nicht a…
Artikel lesenDer „vollkommene Mensch“ betrifft die menschliche Beziehung zu göttlichen Namen und spiritueller Reifung. Spätere Ausarbeitungen etwa bei al-Jili sind nicht automatisch wörtliche Lehren…
Artikel lesenDie „festen Entitäten“ beziehen sich auf die Dinge insofern, als sie im göttlichen Wissen bekannt sind, nicht auf selbstständig existierende Miniaturobjekte. Übersetzungen wie „Archetyp…
Artikel lesenWahdat al-wujud ist als Bezeichnung seiner Lehre weit verbreitet, doch ihre historische Rolle als eigene feste Formel Ibn al-Arabis ist umstritten. Die Verkürzung „Alles ist Gott“ verfe…
Artikel lesenIbn al-Arabi untersucht Zeit, Wandel und Erneuerung der Welt in verschiedenen Zusammenhängen. Vergleiche mit heutiger Physik können philosophisch fruchtbar sein, sind aber keine histori…
Artikel lesenDer Atem des Allerbarmers verbindet Sprachbilder mit dem Hervortreten kosmischer Formen. Gemeint ist keine körperliche Atmung, sondern eine erklärende Metapher im Zusammenhang von Wort,…
Artikel lesenIbn al-Arabi verhandelt Vernunftwissen, Enthüllung und spirituelle Erfahrung. Ein inneres Erlebnis kann aber weder die Datierung einer Handschrift noch ein historisches Ereignis für sic…
Artikel lesenSadr al-Din al-Qunawi war zentral für Überlieferung und philosophische Ausarbeitung des akbarischen Denkens. Seine eigenen Formulierungen dürfen nicht ohne textlichen Nachweis als direk…
Artikel lesenDie Fusus lösten über Generationen eine reiche Kommentartradition aus. Kommentare erklären schwierige Stellen, können aber eigene Begriffe und Strukturen hinzufügen; Grundtext und Deutu…
Artikel lesenDie Rezeption Ibn al-Arabis umfasst Zustimmung und scharfe Kritik. Theologische Kontroversen sollten anhand konkreter Argumente und historischer Kontexte dargestellt werden, nicht als e…
Artikel lesenDie Werke verbreiteten sich über Abschreiber, Sammler, Bibliotheken und Leser. Titel konnten sich ändern und Texte in Sammelhandschriften wandern; aus einem digitalen Kataloglink folgt …
Artikel lesenModerne Forschung verbindet Handschriftenkunde, Biographie, Textkritik und Interpretation. Differenzen betreffen oft bereits den zugrunde gelegten Textzeugen; populäre Einführung und kr…
Artikel lesenEin sinnvoller Einstieg führt über belegte Biographie und Grundbegriffe zu kürzeren Texten, bevor schwierige Futuhat- und Fusus-Passagen folgen. Ein Leitfaden ersetzt niemals die arabis…
Artikel lesenBei der Lektüre eines Futuhat-Kapitels sollten Titel, unmittelbarer Kontext, Schriftbezüge und Fachbegriffe zuerst erfasst werden. Edition, Band, Kapitel und Seite sind zu dokumentieren…
Artikel lesenEin prüfbarer Beleg nennt Autor, Werk, Edition oder Signatur und genaue Stelle. Bei Übersetzungen gehört der Übersetzer dazu; Konkordanzen zwischen Ausgaben brauchen einen Verifizierung…
Artikel lesen